Stoffwechseltypen

Welcher Stoffwechseltyp Bin ich?

Unser Stoffwechsel ist individuell sehr verschieden.
Es gibt Menschen mit schnellem Stoffwechsel, das sind Menschen, die eher schlank sind, eine gute Verdauung haben und sehr aktiv sind.
Dann gibt es Menschen mit einem trägen Stoffwechsel, diese neigen zu Übergewicht und Verstopfung.
Aber so allgemein kann man das nur bedingt sagen, denn der Stoffwechsel hängt auch ganz eng mit unserem Hormonhaushalt zusammen.
Menschen mit Schilddrüsenproblemen kennen das sehr gut. Funktioniert die Schilddrüse nicht optimal, wird alles schwer, träge und das Gewicht steigt scheinbar grundlos an.
Ist die Schilddrüse hingegen zu aktiv, sind wir fahrig, überdreht und nehmen kontinuierlich ab.
Auch die Geschlechtshormone spielen eine zentrale Rolle im Stoffwechsel.

Stoffwechsel und Ernährung

Es gibt Vegetarier, die vor Gesundheit strotzen. Dann gibt es aber auch welche, die blass, müde und antriebslos sind, obwohl sie sich so gesund ernähren.
Wenn eine Freundin mit einer Diät 10 kg abgenommen hat, heißt das noch lange nicht, dass auch Sie damit gut abnehmen.
Fleisch ist zwar in größeren Mengen absolut nicht zu empfehlen, aber für manche Menschen ist das eisenreiche Eiweiß durchaus belebend.

Woran liegt es, dass Menschen unterschiedlich auf Lebensmittel reagieren?

Jeder von uns ist eigentlich ein Sondermodell. Wir haben alle verschiedenen körperliche Eigenschaften in unzähligen Varianten. Augenfarbe, Hautfarbe, Größe, Figur und Aussehen könnten bei uns Menschen nicht unterschiedlicher sein.
Natürlich kann es dann auch nicht sein, dass wir alle das Gleiche essen möchten und auch das Gleiche vertragen.
Leider spüren wir nicht immer, was uns gut tut und was nicht. Sonst gäbe es nicht so viele Krankheiten, die mit unserem Lebensstil und vor allem mit unserer Ernährung zusammenhängen.
Was ist besser für uns, rohes Essen, gekochtes Essen, kaltes oder warmes Essen?

Welche Stoffwechseltypen gibt es?

Schauen wir nach Indien zur Ayurveda Medizin. Da gibt es die Lehre von den drei Doshas. Vata, Pitta und Kapha werden jeweils einem Typus zugeordnet.
Dann gibt es das System nach Kretschmer, er spricht von einem Athletiker, Leptosomen, Pykniker und dem Dysplastiker.
Im antiken Griechenland beschrieb man den Sanguiniker, den Melancholiker, den Choleriker und den Phlegmatiker.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin spricht man von den Fünf Elementen. Die Lehre von den fünf Elementen ist Jahrtausende alt und hilft einem TCM Arzt einen Menschen zu betrachten. Fragen nach Vorlieben und Ernährungseigenschaften sind ein zentrales Element in der chinesischen Medizin.

Der Stoffwechselforscher William W. Wolcott begründete das Metabolic Typing.
Beim Metabolic Typing sprechen wir von den Kohlenhydrat-Eiweiß oder ausgeglichenen Typen.

Es gibt viele Meinungen und Lehren und jede stimmt für einige Menschen perfekt und für andere überhaupt nicht.

Wie können wir unseren Stoffwechseltyp bestimmen?

Unsere Vorlieben für bestimmte Nahrungsmittel sind zwar nicht immer zwingend der richtige Hinweis auf den Stoffwechseltyp, kann aber als Orientierung helfen, sich über seinen Typ klarer zu werden.
Unsere Ernährung ist auch geprägt von Klima, Familie und Kindheit und von der Vegetation, in der wir Menschen leben.
Das Finden des individuellen Ernährungstyps kann uns helfen das Gewicht zu regulieren, unser Wohlbefinden zu verbessern, Müdigkeit nach dem Essen zu verringern und insgesamt gesünder zu leben.

Der Eiweiß Typ

Dieser Ernährungstyp stammt aus den nördlichen Zonen wo das Klima und das entsprechende Nahrungsangebot eiweiß- und fetthaltig ist.
Der Eiweißtyp kann deftige Kost gut verdauen und verwerten und verträgt es auch gut.
Mit einer vegetarischen Ernährung und kohlenhydratreichen Mahlzeiten spürt dieser Typ Hunger und Müdigkeit. Sein Stoffwechsel gerät aus dem Gleichgewicht. Der Eiweißtyp nimmt beim Konsum von vielen Kohlenhydraten zu.
Obwohl der Eiweißtyp regelmäßig Fleisch, Fisch, Eier oder Käse braucht, sollte er es damit nicht übertreiben. Eiweiß kann auch aus pflanzlichen Quellen aufgenommen werden.
Zu viel tierisches Eiweiß übersäuert und erhöht das Cholesterin und die Blutfette.
Kohlenhydrate aus Reis, Kartoffeln, Nudeln, Brot, Mehlspeisen und Süßigkeiten treiben den Blutzucker in die Höhe und sollten vom Eiweißtypen deutlich weniger gegessen werden.
Kombiniert mit viel Gemüse, Kräutern und guten Ölen kann man eiweißreiche Mahlzeiten gut ausgleichen.

Der Kohlenhydrat Typ

Dieser Ernährungstyp stammt aus den warmen bis tropischen Klimazonen.
Der Kohlenhydrattyp liebt Beilagen, Getreideprodukte und Gemüse. Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen tun ihm gut.
Fleisch, Geflügel und Fisch braucht er vielleicht nur dreimal pro Woche.
Dieser Typ verträgt Fett nicht gut und wird davon leicht träge, müde und nimmt Gewicht zu.
Auch hier gilt wieder, auch wenn man ein Kohlenhydrattyp ist, sollte man es mit zuckereichen Lebensmitteln nicht übertreiben. Ausgleich schafft auch dieser Typ mit Gemüse und frischen saisonalen Produkten.

Der ausgeglichene Typ

Dieser Ernährungstyp stammt aus den milden und gemäßigten Klimazonen.
Dort hatten die Menschen immer ein reichhaltiges und buntes Nahrungsangebot.
Dieser Typ ernährt sich am besten mit der mediterranen Kost. Hier gibt es wertvolles Eiweiß aber auch Brot und Pasta, kombiniert mit guten Ölen, Früchten und viel Gemüse.
Für ihn ist Abwechslung wichtig und er isst gerne nach Gefühl.

Wie kann man den Stoffwechseltyp noch bestimmen?

Am genauesten aber können sie ihren Stoffwechseltyp mit einer Genanalyse bestimmen.
Bei diesen sogenannten Lifestyle Gentests kann man mit einer Blut-oder Speichelprobe genau definieren, wie die eigenen Gene ticken.
Dabei kann man neben dem Stoffwechseltyp auch feststellen, ob man generell zur Gewichtszunahme neigt, ob man zu Heißhunger neigt und ob man das Gewicht gut halten kann.
Weiters wird der Sport Typ analysiert. Sind die ein besserer Ausdauer- oder Kraftsportler.
Es gibt noch viele Parameter, die man mit einer Stoffwechsel Gen Analyse bestimmen kann.

Gibt es zum Beispiel im Gen FTO (fat mass and obesity associated gene) einen Polymorphismus, kann dies zu Übergewicht führen. Träger dieser Varianten haben meist einen erhöhten Body Mass Index.

Oder wenn im Gen APO A5 Varianten zu finden sind, kann es zu Störungen im Fettstoffwechsel führen. Ist dieses Gen gut ausgeprägt kann man sogar mit einer High Fat Diät abnehmen.

Ich bin ein Fan der Genanalysen, sie sind ein modernes und genaues Verfahren, um Aussagen über den Stoffwechsel zu machen. Genetische Analysen sind objektiv und nicht von subjektiven Vorlieben geprägt.

Genaueres über die vielfältigen Parameter, die man bei einer genetischen Analyse des Stoffwechsels feststellen kann, findet man bei meinem Programm Gesund Altern – Better Aging.

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